Ich bin Daniela – und ich weiß, wie es ist, sich selbst irgendwo zwischen all dem Funktionieren zu verlieren.
Schon mit 18 begann ich, meinen Wert über meine Leistung zu definieren. Ich war die, die alles schafft. Auf die man sich stets verlassen konnte. Die immer für andere Seelen da war. Von außen wirkte ich stark. Doch innen war da eine Leere, für die ich kein Wort hatte – und ich machte trotzdem fleißig weiter.
2002 bis 2011 wurden die Zeichen immer deutlicher. Schwindel. Panikattacken. Magenschmerzen. Nächte, in denen mein Gedankenkarussell einfach nicht zum Stillstand kam.
Und morgens, noch bevor ich die Augen richtig geöffnet hatte, war da dieser eine Gedanke:
„Schon wieder funktionieren.“
Ich spürte die Signale. Aber ich ging drüber hinweg. Termine. Arbeit. Verantwortung. Weitermachen.
Sie bereiteten mir Sorgen und machten mir auch Angst. Aber ich glaubte, keine Zeit zu haben, mich darum zu kümmern. Und weil ich gar nicht wusste, wonach ich mit den Ärzten, hätte suchen sollen.
Damals gab es für das, was mit mir passierte, noch keinen Namen. Heute gibt es ihn:
Burn-On.
Ich machte also weiter. Bis mein Körper im Mai 2011 die Entscheidung für mich traf.
Am letzten Urlaubstag wachte ich auf und plötzlich drehte sich alles. Die Enddiagnose: schweres Burnout. Plus Dauerschwindel.
Heute weiß ich: Mein Körper hatte die ganze Zeit versucht, mich zu warnen.
Genau deshalb erzähle ich dir meine Geschichte. Weil ich mir von Herzen wünsche, dass du die Signale deines Körpers nicht übergehst.
Und vielleicht beginnt genau in diesem Moment, beim Lesen meiner Zeilen, schon der Weg zurück zu dir.
Von Herz zu Herz,